Hendrik Mäkeler >

'Late Middle Ages'

Das Reichsmünzwesen im 15. Jahrhundert, oder: „Das Problem des zweiten Buchs“

Professur für Wirtschafts- und Sozialgeschichte der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Kolloquium zur vergleichenden Städtegeschichte, 24 June 2011, 10.30 to12 a.m., Leibnizstraße 8, room 134: Das Reichsmünzwesen im 15. Jahrhundert, oder: „Das Problem des zweiten Buchs“

Die Reichsmünzstätte Frankfurt am Main im 15. Jahrhundert

Gesellschaft für Internationale Geldgeschichte, Jahreshauptversammlung, April 2, 2011: ”Die Reichsmünzstätte Frankfurt am Main im 15. Jahrhundert”.

Die Reichsmünzstätte Basel im 15. Jahrhundert

Freie Vereinigung Zürcher Numismatiker, Schweizerisches Landesmuseum Zürich, 26 October 2010, 18.15 h: “Die Reichsmünzstätte Basel im 15. Jahrhundert”.

»»» ‘Die Reichsmünzstätte Basel im 15. Jahrhundert’

Reichsmünzwesen im späten Mittelalter. Teil 1: Das 14. Jahrhundert [Imperial Coinage in the Later Middle Ages. Part 1: The 14th Century]

Reichsmünzwesen im späten Mittelalter. Part 1: Das 14. Jahrhundert

Reichsmünzwesen im späten Mittelalter. Part 1: Das 14. Jahrhundert

Reichsmünzwesen im späten Mittelalter. part 1: Das 14. Jahrhundert (Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Beihefte, 209), Stuttgart 2010. 328 pp., 2 plates. [Project description].

Wilhelm Röpke once remarked that one could not understand the history of peoples and cultures if you give no attention to their monetary system. In accordance with this insight, the history and importance of money in the German lands of the late Middle Ages is studied. Special attention is given to constitutional issues. Important examples are the beginnings of the Hundred Years War and the election of King Charles IV, because in increasingly monetarized politics cash payments now became the preferred means of power. Due to their enormous amount, these payments significantly influenced the development of monetary theory and the organization of minting in Europe. But even the everyday people dealing with smaller amounts are taken into account, for instance the indulgences of collectors, businessmen, city councils, and students. The work fills part of a research gap addressing the monetary history of the German lands during the late Middle Ages.

Table of contents

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Reviews

„Numismatik macht Spaß! Dies kann man nicht nur dem Vorwort des Autors dieser spannenden Zusammenfassung zum Reichsmünzwesen im späten Mittelalter entnehmen. Das kommt auch in Hendrik Mäkelers Buch vom ersten bis zum letzten Kapitel zum Tragen. […] Die Abhandlung von Hendrik Mäkeler ist der lebendige Beweis, daß echte Numismatik nicht langweilig sein muß. Im Gegenteil, wann immer der Mensch im Mittelpunkt steht, wird unsere geldgeschichtliche Vergangenheit unglaublich gegenwärtig. Dieses Buch muß man nicht nur kaufen, sondern auch lesen.“
Ursula Kampmann, in: MünzenRevue (2010) 7/8, pp. 50sq.

„Insgesamt erweist der Verfasser, wie die Politik während seiner Untersuchungszeit zunehmend monetarisiert wird und Geldzahlungen zu einem besonders wichtigen Machtmittel werden und ihrerseits Geldtheorie und Prägeorganisation beeinflussen. Dies führt von oben nach unten allmählich auch zu erkennbaren Auswirkungen der Geldeinstellung weiter Bereiche der gesamten Bevölkerung. Im Ergebnis kann der Bearbeiter am Ende seiner überzeugenden Untersuchung unter Verwendung des Münzwesens als Anzeigegerät vom Zerfall des Reiches im Laufe des 14. Jahrhunderts sprechen.“
Gerhard Köbler, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung 128 (2011).

„Il venir meno del tentativo di Carlo IV di introdurre un unico sistema monetario, spinse a cercare una soluzione realizzando unioni monetarie che costituirono poi un modello per l’impero utilizzato fino all’epoca moderna. Il volume dedica particolare attenzione all’analisi dei documenti di archivio e al ruolo svolto dai maestri di zecca (alcuni italiani). Vengono ricordati i contatti tra l’imperatore e Francesco Petrarca e l’interesse di Carlo IV per le monete antiche.“
Giuseppe Girola, in: Societa’ Numismatica Italiana. Communicazione 24 (2011) 62, p. 37.

„Mäkeler hat eine gut lesbare, breit recherchierte und sorgfältig analysierende Untersuchung über die Rolle des Reichs in der Münzgeschichte des 14. Jh.s, aber auch zur Rolle des Geldes in der Reichspolitik dieser Epoche vorgelegt, die man mit Gewinn liest. Gerade durch die breite Heranziehung der Quellen darf das Buch beanspruchen, ein Standardwerk zu diesem Thema zu sein, das es bisher nicht gab. Die spannende Lektüre ist gerade auch Historikern und Wirtschaftshistorikern zu wünschen.“
Hubert Emmerig, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 98 (2011) 3, pp. 410sq.

„Neue Erkenntnisse vermag Mäkeler vor allem zu der als gescheitert geltenden ,Reichsmünzpolitik’ Kaiser Karls IV. beizusteuern. Er weist nach, dass es vor der Goldenen Bulle von 1356, in der das kurfürstliche Recht der Goldmünzenprägung verankert wurde, für kurze Zeit sehr wohl eine Art Reichswährung gegeben hat. Auf der Grundlage eines Landfriedensbündnisses, das die Kurfürsten von Köln und Trier sowie der Markgraf von Jülich 1348 abgeschlossen hatten und das von Karl auch reichsrechtlich sanktioniert worden ist, haben in der Folge insgesamt 16, über das ganze Reich verteilte Münzherren durch den Reichsadler gekennzeichnete ,Reichsgoldgulden’ geprägt. Dass die Pläne Karls zum Reichsmünzwesen aber viel weiter gingen, kann Mäkeler anhand eines Musters für ein Privileg ,De moneta imperii’ belegen, das der Registrator der kaiserlichen Kanzlei Johann von Gelnhausen in sein Formularbuch aufnahm. Danach hatte Karl IV. eine reichseinheitliche Währung vorgeschwebt, die neben einer silbernen Groschen- und einer (leichteren) Goldmünze nach dem Florentiner Typ auch eine schwere Goldmünze nach französisch-niederländischem Vorbild, sogenannte Goldene Schilde, umfassen sollte.“
Wolfgang Dobras, in: Historische Zeitschrift 293 (2011), pp. 486-488.

Imperial coinage in the later Middle Ages, part 2: The 15th Century

The aim of the second part of the study is to examine the coinage of those mints in the German lands, which were left at the emperors’ disposal by the 15th century. Therefore, the coins of the mints of Dortmund, Frankfurt (Main), Nördlingen, Nuremberg and Basle which are preserved in the major collections are catalogued on the basis of die-studies. Apart from cataloguing the coins, a fresh look at the written sources is going to provide information as well on the organisation of the mints and the mintmasters as on Konrad of Weinsberg, the lessee of those mints, and his comprehension of the money supply and monetary theory in general.

Basel

King Albrecht II, florin. Imperial mint of Basel.

King Albrecht II, florin. Imperial mint of Basel.

Dortmund

 

King Sigismund, florin. Imperial mint of Dortmund.

King Sigismund, florin. Imperial mint of Dortmund.

Frankfurt am Main

King Sigismund, florin. Imperial mint of Frankfurt am Main.

King Sigismund, florin. Imperial mint of Frankfurt am Main.

Nördlingen

King Sigismund, florin. Imperial mint of Nördlingen.

King Sigismund, florin. Imperial mint of Nördlingen.

Nuremberg

King Sigismund, florin. Imperial mint of Nuremberg.

King Sigismund, florin. Imperial mint of Nuremberg.

All coins illustrated stem from the Coin Cabinet of the Historical Museum in Frankfurt am Main.

Dissertation: Imperial coinage in the later Middle Ages, part 1: The 14th Century

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Publication of the medieval German coins in the Uppsala University Coin Cabinet

Titelseite

Titelseite

The publication of the medieval German coins in the Uppsala University Coin Cabinet was initiated by Professor Peter Berghaus (Münster), whose card index of the German coins from the Viking Ages has been computerized and enhanced by the later medieval specimens. Additionally, digital images of all the coins were taken. The book was layouted by Computus Druck Service. »»» ‘Publication of the medieval German coins in the Uppsala University Coin Cabinet’

Geldkrisen in spätmittelalterlichen Städten

52. Norddeutsches Münzsammlertreffen, Minden, June 1st to 3rd, 2007: “Geldkrisen in spätmittelalterlichen Städten” »»» ‘Geldkrisen in spätmittelalterlichen Städten’

Die Verhandlungen über das Münzwesen auf den Reichstagen des späten Mittelalters

Westfälisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte and Abteilung für Westfälische Landesgeschichte des Historischen Seminars der Universität Münster, Ostniederländisch-nordwestdeutsches Kolloquium zu aktuellen Fragen der mittelalterlichen Numismatik, Münster, November 25th, 2006: “Die Verhandlungen über das Münzwesen auf den Reichstagen des späten Mittelalters” »»» ‘Die Verhandlungen über das Münzwesen auf den Reichstagen des späten Mittelalters’

Markus A. Denzel, Jean Claude Hocquet und Harald Witthöft (Hrsg.): Kaufmannsbücher und Handelspraktiken vom Spätmittelalter bis zum 20. Jahrhundert

Markus A. Denzel, Jean Claude Hocquet and Harald Witthöft (eds.): Kaufmannsbücher und Handelspraktiken vom Spätmittelalter bis zum 20. Jahrhundert – Merchant’s Books and Mercantile Pratiche from the Late Middle Ages to the Beginnings of the 20th Century (Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Beihefte 163) […], in: Geldgeschichtliche Nachrichten 38 (2003) 213, pp. 148-150.

Review

Bei seiner inzwischen klassischen Untersuchung zum Berufsbewußtsein des mittelalterlichen Fernhandelskaufmanns hat Erich Maschke neben Qualitäten wie Gewinnstreben und Rechenhaftigkeit, aber auch Gefahrenbewußtsein, Mühe und Arbeit, auf die besondere Bedeutung der Schriftlichkeit hingewiesen: “die mittelalterlichen Kaufleute (müssen) außerordentlich viel geschrieben haben.”[1] »»» ‘Markus A. Denzel, Jean Claude Hocquet und Harald Witthöft (Hrsg.): Kaufmannsbücher und Handelspraktiken vom Spätmittelalter bis zum 20. Jahrhundert’

  1. Erich Maschke: Das Berufsbewußtsein des mittelalterlichen Fernkaufmanns, in: Ders.: Städte und Menschen. Beiträge zur Geschichte der Stadt, der Wirtschaft und Gesellschaft 1959-1977 (Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, Beihefte 68), Wiesbaden 1980, S. 380 419, hier S. 391 f. – Der Aufsatz geht von umfangreichen Forschungen aus, die sich gegen die 1902 von Werner Sombart aufgestellte These richten, Erwerbsprinzip und ökonomischer Rationalismus seien dem mittelalterlichen Kaufmann fremd gewesen und erst mit dem Kapitalismus beherrschend geworden: Ebd., S. 381 f. []