Kapitalangebot vs. Staatsschulden

Zum Interview von Gerald Braunberger und Rainer Hank mit Carl Christian von Weizsäcker über den Nutzen von Staatsschulden für die schwäbische Hausfrau, die Logik von Nullrenditen und die Bedeutung der Kapitaltheorie

Das Argument, das wachsende Kapitalangebot müsse durch vermehrte Staatsschulden ausgeglichen werden, damit ein ‚großer und sicherer Schuldner’ für die Kapitalanlage zur Verfügung stehe, hat einen entscheidenden Schwachpunkt:

Mehr Schulden machen die Anlage nicht sicherer sondern unsicherer, da für Staatsschuldtitel wie für andere Kreditinstrumente gilt, daß deren übermäßige Ausgabe nur zu einem Kreditausfall führen kann. Anders ausgedrückt: Das Ausfallrisiko steigt ab einem gewissen Punkt exponentiell.

Daher kann das angedachte Szenario lediglich als Illusion dienen, also als beruhigende Vorstellung von einer sicheren Anlage, die in Wirklichkeit nicht nur nicht sicher, sondern letztlich bereits verloren ist.

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