Die geplante Veröffentlichung des Briefwechsels zwischen dem Begründer des Drei-Perioden-Systems (der Erkenntnis, daß Funde der entsprechenden Materialien auf Stein-, Bronze- und Eisenzeit aufzuteilen sind) Christian Jürgensen Thomsen (Kopenhagen) und dem Numismatiker Hermann Grote (Hannover) aus den Jahren 1835 bis 1865 wurde bereits in den 1950er Jahren von Prof. Dr. Peter Berghaus (Münster) begonnen. Thomsens Briefe haben sich in Grotes Nachlaß in der Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen erhalten.
Schlagwort: Christian Jürgensen Thomsen
Jørgen Steen Jensen: Christian Jürgensen Thomsen og Jakob Reichel – en numismatisk brevveksling mellem København og Sankt Petersborg 1821-1855 […], in: Geldgeschichtliche Nachrichten 37 (2002) 210, S. 265f.
Rezension
Der dänische Archäologe, Ethnologe und Numismatiker Christian Jürgensen Thomsen (1788-1865) ist vor allem als Begründer des sogenannten „Dreiperiodensystems“ bekannt: Er erkannte als erster die zeitliche Abfolge von Stein-, Bronze- und Eisenzeit. Diese wegweisende Entdeckung publizierte Thomsen 1836 in einer seiner wenigen Veröffentlichungen („Ledetraad til Nordisk Oldkyndighed“). Aufgrund einer Liste von 1818 und seines umfangreichen Briefwechsels wissen wir allerdings, daß Thomsen bereits Jahre zuvor das Dreiperiodensystem entwickelt hatte.
Im folgenden sind verschiedene Themen aufgelistet, die sich für Referate eignen. Insgesamt ergibt sich aus diesen stichprobenartigen Einblicken ein guter Überblick über die Zusammenhänge zwischen Numismatik und Archäologie.