Universität Mannheim und Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg, Dynamics of Change: Money, 25. April 2013, Neue Universität Heidelberg, Hörsaal 2, 18-19 Uhr: “Geld und Geldgebrauch in der Geschichtsschreibung”
'Geld'
Hendrik Mäkeler: Geldgebrauch als Lebensform. Die ‘Etymologien’ des Isidor von Sevilla und die ‘Reformatio Sigismundi’ über das Münzwesen, in: Harm von Seggern und Gabriel Zeilinger (Hrsg.): “Es geht um die Menschen”. Beiträge zur Wirtschafts- und Sozialgeschichte des Mittelalters für Gerhard Fouquet zum 60. Geburtstag, Frankfurt am Main u.a. 2012, S. 47-57.
Hendrik Mäkeler: Von Wikingern über Geld lernen, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (Samstag, 25. August 2012) 198, S. 19.
Universität Mannheim
Historisches Institut
Die aktuellen Finanz- und Währungskrisen haben eine erschreckende Unfähigkeit erkennen lassen, monetären Herausforderungen adäquat zu begegnen, obgleich derartige Probleme seit Jahrhunderten bekannt sind. Geld ist zudem schon immer ein Schlüsselelement für das Erreichen (oder Nichterreichen) von Gerechtigkeit in historischen und modernen Gesellschaften gewesen. Daher werden in diesem Kurs die Grundlagen der Geldgeschichte von dessen Anfängen im 7. vorchristlichen Jahrhundert bis in die Gegenwart behandelt.
Das Hauptseminar ist für Studenten geeignet, die Geschichte, Volkswirtschaftslehre oder Betriebswirtschaftlehre auf einem fortgeschrittenen Niveau studieren. Die Lehrveranstaltungen werden auf Englisch abgehalten. Sie finden im November und Dezember 2012 in zwei Blockveranstaltungen statt. Der Kurs umfaßt zudem eine Tagesexkursion zum Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main.
Termine des Blockseminars
Eine Vorbesprechung findet am Freitag, dem 14. September 2012 von 10 bis 12 Uhr statt (EO 186).
Freitag, 9. November 2012, 9-17 Uhr (EW 151)
Samstag, 10. November 2012, 9-15 Uhr (EO 154)
Freitag, 30. November 2012, 9-17 Uhr (EW 151)
Sonntag, 2 Dezember 2012: Exkursion
Grundlegende Literatur
S. Todd Lowry und B. Gordon (Hrsg.): Ancient and medieval economic ideas and concepts of social justice, Leiden 1998; P. Spufford: Money and its use in medieval Europe, Cambridge u.a. 1988 [und diverse Nachdrucke]; M. Friedman und A.J. Schwartz: A monetary history of the United States 1867-1960, Princeton 1963 [und diverse Nachdrucke].
Programm
Das vollständige Kursprogramm findet sich in der englischsprachigen Version von Money in History.
Zu Rainer Hank: Party ohne Rechnung: Die überdimensionierten Wohlfahrtsstaaten sind an der Krise schuld
Man könnte es vielleicht auch so wenden: Geld fällt nicht vom Himmel. Ähnlich wie so mancher Politiker gerne auf den Rat von Ökonomen vertraut hat, die Geld aus der frischen Luft hervorzaubern zu können vorgaben, sahen sich in früheren Zeiten letztlich auch die Herrscher alleingelassen, die neue Geldmittel von ihren Alchemisten erhofften. Ein Beispiel findet sich unter www.faz.net/…/die-goldgiganten-auf-der-berliner-museumsinsel-1574578.html
Daß Schuldenfinanzierung durch die Zentralbanken genau dieselbe Blauäugigkeit offenbart, scheint niemand bemerken zu wollen. Daher läßt man sich lieber von fiskalischer Illusion blenden, und wenn die nicht mehr taugt, dann muß eben die Geldillusion her.
Schwedische Numismatische Gesellschaft, Banérgatan 17, Stockholm, 30. November 2011, 18 Uhr: “‘Hvad är pengar’ – Carl Jonas Love Almqvist och andra författare om mynt och pengar”
Michael North: Kleine Geschichte des Geldes. Vom Mittelalter bis heute, München 2009. 255 S., Paperback. ISBN 978-3-406-58451-0. 14,95 €, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 97 (2010) 3, S. 412f.
Rezension
Im Zuge der Finanzkrise haben verschiedene Verlage die Aktualität des Themas genutzt, um Bücher zum Thema „Geld“ auf den Markt zu bringen. Geschäftlich am erfolgreichsten waren dabei wohl die Verlage Allen Lane und Penguin Books mit „The Ascent of Money. A Financial History of the World“ von Niall Ferguson, das bei Econ und Ullstein auch in deutscher Übersetzung erschienen ist. C.H. Beck ist ebenfalls auf den Zug aufgesprungen und hat Michael North zu einer Neuauflage des Buches „Das Geld und seine Geschichte. Vom Mittelalter bis zur Gegenwart“ bewogen, die als „Kleine Geschichte des Geldes“ in der beck’schen Reihe erschienen ist. Kleiner geworden ist das Buch allerdings nur um die Endnoten und das Register, wobei letzteres wohl der Eile aufgrund des Drucktermins geschuldet ist. Zugleich ist der Band aber ein wenig gewachsen, da der Europäischen Währungsunion nun ein eigenes Kapitel gewidmet ist und abschließend – ganz aktuell – ein Fazit zu Krisen und Globalisierung gezogen wird. Continue reading “Michael North: Kleine Geschichte des Geldes. Vom Mittelalter bis heute” »
Kulturforum im Burgkloster, Lübeck, Vortragszyklus Handel, Geld und Politik, 29. Januar 2008: „Geld für den Kaiser – Geld für das Reich“ Continue reading “Geld für den Kaiser – Geld für das Reich” »
Stötzner, Andreas (Hrsg.): Die Zeichen des Geldes (Signa. Beiträge zur Signographie, 3) […], in: Geldgeschichtliche Nachrichten 43 (2008) 236, S. 54f.
Rezension
Die Einführung der Euro-Münzen und ‑Scheine im Jahr 2002 hat eine Vielzahl von Publikationen angeregt, die zu überblicken nicht immer ganz einfach ist. Dazu zählt auch ein Heft aus der Reihe „Signa. Beiträge zur Signographie“, das ganz zu Unrecht bislang offenbar noch in keiner numismatischen Zeitschrift gewürdigt worden ist. Continue reading “Stötzner, Andreas (Hrsg.): Die Zeichen des Geldes” »