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'Geldtheorie'

Geld und Gott. Zum Geldverständnis der mittelalterlichen Theologen

Religion im Spiegel von Münzen und Medaillen, 10. Deutsches / 58. Norddeutsches Münzsammlertreffen, Münster, 24.-25. Mai 2013: “Geld und Gott. Zum Geldverständnis der mittelalterlichen Theologen”

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Von Wikingern über Geld lernen

Hendrik Mäkeler: Von Wikingern über Geld lernen, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung (Samstag, 25. August 2012) 198, S. 19.

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Money in History

Universität Mannheim
Historisches Institut

Die aktuellen Finanz- und Währungskrisen haben eine erschreckende Unfähigkeit erkennen lassen, monetären Herausforderungen adäquat zu begegnen, obgleich derartige Probleme seit Jahrhunderten bekannt sind. Geld ist zudem schon immer ein Schlüsselelement für das Erreichen (oder Nichterreichen) von Gerechtigkeit in historischen und modernen Gesellschaften gewesen. Daher werden in diesem Kurs die Grundlagen der Geldgeschichte von dessen Anfängen im 7. vorchristlichen Jahrhundert bis in die Gegenwart behandelt.

Das Hauptseminar ist für Studenten geeignet, die Geschichte, Volkswirtschaftslehre oder Betriebswirtschaftlehre auf einem fortgeschrittenen Niveau studieren. Die Lehrveranstaltungen werden auf Englisch abgehalten. Sie finden im November und Dezember 2012 in zwei Blockveranstaltungen statt. Der Kurs umfaßt zudem eine Tagesexkursion zum Geldmuseum der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main.

Termine des Blockseminars

Eine Vorbesprechung findet am Freitag, dem 14. September 2012 von 10 bis 12 Uhr statt (EO 186).
Freitag, 9. November 2012, 9-17 Uhr (EW 151)
Samstag, 10. November 2012, 9-15 Uhr (EO 154)
Freitag, 30. November 2012, 9-17 Uhr (EW 151)
Sonntag, 2 Dezember 2012: Exkursion

Grundlegende Literatur

S. Todd Lowry und B. Gordon (Hrsg.): Ancient and medieval economic ideas and concepts of social justice, Leiden 1998; P. Spufford: Money and its use in medieval Europe, Cambridge u.a. 1988 [und diverse Nachdrucke]; M. Friedman und A.J. Schwartz: A monetary history of the United States 1867-1960, Princeton 1963 [und diverse Nachdrucke].

Programm

Das vollständige Kursprogramm findet sich in der englischsprachigen Version von Money in History.

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Querbezüge zwischen Mittelalternumismatik und Geldtheorie. Zur Deutung wikingerzeitlicher Depotfunde

Hendrik Mäkeler: Querbezüge zwischen Mittelalternumismatik und Geldtheorie. Zur Deutung wikingerzeitlicher Depotfunde, in: Gerd Dethlefs, Arent Pol und Stefan Wittenbrink (Hrsg.): NUMMI DOCENT! Münzen – Schätze – Funde. Festschrift für Peter Ilisch zum 65. Geburtstag am 28. April 2012, Osnabrück 2012, S. 79-91.

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Instabiles Geld setzt den Zusammenhalt der Bevölkerung aufs Spiel

Instabiles Geld setzt den Zusammenhalt der Bevölkerung aufs Spiel, Gastbeitrag in: Fazit. Das Wirtschaftsblog vom 12. Dezember 2011.

Text

Dann und wann scheint es an der Zeit zu sein, die elementarsten Voraussetzungen für die Funktionalität unseres Währungssystems in Erinnerung zu rufen. Denn wer die Diskussion über die Euro-Rettung über längere Zeit verfolgt hat, mag fast am eigenen Verstand zweifeln: Die zahlreichen, völlig konträren Lösungsansätze sind in sich vielfach schlüssig begründet.

Helmut Schmidt etwa sagte am 4. Dezember auf dem Bundesparteitag der SPD in Berlin: „Alles Gerede und Geschreibe über eine angebliche Krise des Euro ist in Wirklichkeit leichtfertiges Geschwätz von Medien, [...] von Journalisten, und leichtfertiges Geschwätz von Politikern.” Im Feuilleton von F.A.Z. und F.A.S. vertraten unlängst der amerikanische Wirtschaftswissenschaftler Michael Hudson und die deutsche Linkspolitikerin Sahra Wagenknecht einmal mehr die Meinung, die Europäische Zentralbank (EZB) müsse direkt oder indirekt über eine Banklizenz der EFSF die Finanzmärkte mit Geld fluten.

Aber kann die EZB die Krise lösen, indem sie Geld druckt, wie Hudson und Wagenknecht es fordern? Oder sind die Vertreter der gegenteiligen Meinung im Recht? Haben wir es mit einer Krise des Euro zu tun, oder ist das nicht der Fall, wie Schmidt behauptet?

Die Antwort auf diese Fragen findet, wer darüber nachdenkt, was Geld ist und welchen gesellschaftlichen Zweck es zu erfüllen hat. Derartige Gedanken hat man sich vermutlich bereits gemacht, als das Münzgeld im 7. Jahrhundert vor Christus in Kleinasien erfunden wurde. Der Name des dortigen Königs ist seither sprichwörtlich mit Reichtum verknüpft: Er war nicht nur ein Krösus, sondern er hieß auch so.

Aus der Zeit des Krösus oder seiner Vorgänger, die das Münzgeld erfanden, sind allerdings noch keine theoretischen Überlegungen überliefert, die uns Nachgeborenen erklären würden, warum man die ersten Münzen prägte. Erst aus dem 4. Jahrhundert vor Christus ist eine solche Erläuterung bekannt: Aristoteles fragt in der Nikomachischen Ethik unter anderem danach, wie sich Gerechtigkeit in der Gesellschaft herstellen lässt. In diesem Rahmen behandelt er auch das Geld.

Aristoteles geht davon aus, dass Menschen keine amorphe Masse bilden, sondern dass sie individuell unterschiedliche Interessen und Fähigkeiten haben. Diesen Interessen nachzugehen und ihre Fähigkeiten auszuüben, wird den Menschen allerdings nur dadurch möglich, dass sie Gemeinschaften bilden, innerhalb derer sie ihre unterschiedlichen Waren und Dienstleistungen austauschen können. So erhält der Ingenieur sein Brot und der Bäcker ein Dach über dem Kopf.

Das Problem ist, dass der Wert eines Hauses gemessen und zu demjenigen eines Brotes in Beziehung gesetzt werden muss, um einen gerechten Austausch vornehmen zu können. Diese Funktion leistet das Geld, indem es in Form unterschiedlicher Nominale selbst kleinste und größte Werte messbar, vergleichbar und somit austauschbar macht.

Dabei ist es Aristoteles besonders um die Austauschgerechtigkeit zu tun: Lässt sich durch das Geld keine Gerechtigkeit beim Austausch von Waren und Dienstleistungen mehr herstellen, dann werden Arbeitsteilung und Handel für die Menschen unvorteilhaft. Sie kehren infolgedessen zur Selbstversorgung zurück, und die Gemeinschaft löst sich auf.

Die Argumentation ist bis hierhin von zwingender Logik. Aristoteles leitet im folgenden allerdings Geld (nomisma) etymologisch von Gesetz (nomos) ab und stellt fest, dass es per Gesetz seinen Wert erlange und demgemäß auch durch das Gesetz seinen Wert verlieren könne. Demgemäß betrachteten die Herrscher in der Antike und während weiter Teile des Mittelalters das Bargeld als ihren Besitz, den sie beliebig entwerten konnten. Dem liegt die damalige Vorstellung zugrunde, dass der Herrscher Quell des Rechts war, das dem Geld erst seinen Wert einhauchte. So oder ähnlich mag Aristoteles das auch seinem wohl bekanntesten Schüler, Alexander dem Großen, beigebracht haben. Alexander ließ seinen Namen daher im Genitiv auf seine Münzen prägen, die somit diejenigen „des Alexander” waren.

Diese Sichtweise widerspricht eklatant der vorherigen Argumentationskette: Wenn etwa das für ein Brot gezahlte Geld per Gesetz über Nacht wertlos wird, dann ist damit auch das dem Gelderwerb zugrundeliegende Handelsgeschäft nachträglich ungerecht geworden. Das Geld kann seine ebenfalls von Aristoteles beschriebene Funktion als Wertaufbewahrungsmittel nicht erfüllen.

Diesen logischen Bruch konnten freilich erst diejenigen Gelehrten des Mittelalters überwinden, die seit dem 13. Jahrhundert die Werke des Aristoteles wiederentdeckten und kommentierten. Am bekanntesten unter ihnen ist Nicolas Oresme, ein französischer Bischof. In seiner Abhandlung über Geldwertveränderungen (Tractatus de mutatione monetarum) vertrat er die Ansicht, dass das Geld der Allgemeinheit gehöre, da sie durch ihre Arbeit den Besitz daran erworben habe. Ohne die Zustimmung der Menschen dürfe der Wert des Geldes demgemäß nicht einfach weginflationiert werden.

Diese Erkenntnis der Geldtheorie wird ein Schüler, der während seiner Sommerferien gearbeitet hat, um etwa mit dem Ersparten ein Rad zu kaufen, sicher ebenso zu schätzen wissen wie ein Rentner, der einen großen Teil seines Lebens gearbeitet und somit gegen Geld eingetauscht hat, das ihm den Lebensabend finanzieren soll. Denn beides ist nur möglich, wenn das erarbeitete Geld in seinem Wert stabil bleibt.

Allerdings hatte Oresme noch ein weiteres Problem zu lösen: Die Herrschaftsausgaben waren bis dato durch Inflation finanziert worden. Oresme konzedierte den Herrschern auch weiterhin Einkünfte, die ihrem Rang angemessen waren. Um die notwendigen Mittel aufzubringen, sollten fortan Steuern erhoben werden, was man allgemein als gerechter empfand als die Monetisierung herrschaftlicher Schulden.

In den nachfolgenden Jahrhunderten ging die Erinnerung an diese allmählich, teilweise erst mit gewaltsamen Volksaufständen durchgesetzte Lösung allerdings wieder verloren. Staatsausgaben wurden nicht nur durch Steuern, sondern bisweilen erneut zusätzlich über Inflation finanziert. Dies ändert aber nichts daran, daß eine solche Finanzierungsweise eklatant gegen rationalere und gerechtere Lösungen verstößt, die zu entwickeln die Menschheit fast zwei Jahrtausende gebraucht hat.

Wer dieses historische Orientierungswissen hat, kann leicht zwischen nachhaltigen und nicht zukunftsfähigen Lösungsansätzen für die gegenwärtige Krise unterscheiden:

Sobald eine Zentralbank einspringt, um Staatsschulden zu finanzieren, verwandelt sie eine Schuldenkrise in eine Währungskrise und begibt sich damit gerade auf jenen Irrweg, den man im späten Mittelalter überwunden hatte. Wenn Helmut Schmidt dennoch behauptet, es gebe keine Krise des Euro, dann irrt er daher, leider. Der Altbundeskanzler müsste es eigentlich besser wissen, hat er doch selbst diejenigen beiden Epochen in der deutschen Geschichte miterlebt, in denen die Reichsbank in großem Ausmaß den Staat finanzierte – mit den bekannten Folgen in Form der Hyperinflation 1923 und der zurückgestauten Inflation des „Dritten Reichs”, die sich nach dessen Untergang ihre Bahn brach.

Mit dem umfangreichen Ankauf von Staatsanleihen stellt sich die EZB mithin in eine ungute Tradition. Sie setzt paradoxerweise den Wert der Währung (und damit den Zusammenhalt der Bevölkerung) aufs Spiel, um den Euro-Währungsraum in seiner Gesamtheit zu bewahren.

Der Rückblick auf die Argumente des Aristoteles verdeutlicht aber auch, dass es nicht zulässig ist, die EZB die Schuldenkrise auf dem Umweg über den mit einer Banklizenz ausgestatteten Rettungsfonds EFSF zu finanzieren.

An der Beachtung dieser Grundlagen müssen sich die aktuellen Lösungsansätze messen lassen, egal von welcher Seite sie kommen. Wirtschaftswissenschaftler, darunter insbesondere amerikanische Nobelpreisträger, Europa- und Finanzpolitiker, nicht zuletzt deutsche Ex-Kanzler und Ex-Kommunisten, sollten das nicht unbeachtet lassen. Die Stammtische sind ihnen in dieser Hinsicht nicht selten weit voraus, indem sie schon länger eine aristotelische Grundfrage aufgreifen: diejenige der Gerechtigkeit.

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Money in scholastic thought: vice or virtue

Kulturhistorisches Museum, Oslo, Church and Money c.1060-1160, 23. bis 25. November 2011: Money in scholastic thought: vice or virtue

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Hans-Ludwig Grabowski, Das Geld des Terrors. Geld und Geldersatz in deutschen Konzentrationslagern und Ghettos 1933 bis 1945

Hans-Ludwig Grabowski, Das Geld des Terrors. Geld und Geldersatz in deutschen Konzentrationslagern und Ghettos 1933 bis 1945. Dokumentation und Katalog basierend auf Belegen der zeitgeschichtlichen Sammlung Wolfgang Haney sowie aus weiteren Sammlungen und Archiven […], in: Bankhistorisches Archiv 36 (2010) 1, S. 98f.

Rezension

Geld eignet sich hervorragend auch als Zwangsmittel – eine Eigenschaft, deren Darstellung in den einschlägigen geldtheoretischen Handbüchern allerdings nicht eben zum Standardrepertoire gehört. Daher bleibt zumeist unberücksichtigt, daß sich über die Schaffung von Sonderwährungsräumen eine weitestgehende Kontrolle über die Zahlvorgänge der Bevölkerung erreichen läßt. Je kleiner dieser Sonderwährungsraum ausfällt, desto umfassendere ökonomische Zwangsmöglichkeiten ergeben sich. Continue reading “Hans-Ludwig Grabowski, Das Geld des Terrors. Geld und Geldersatz in deutschen Konzentrationslagern und Ghettos 1933 bis 1945” »

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Reichsmünzwesen im späten Mittelalter. Teil 1: Das 14. Jahrhundert

Reichsmünzwesen im späten Mittelalter. Teil 1: Das 14. Jahrhundert

Reichsmünzwesen im späten Mittelalter. Teil 1: Das 14. Jahrhundert

Reichsmünzwesen im späten Mittelalter. Teil 1: Das 14. Jahrhundert (Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte. Beihefte, 209), Stuttgart 2010. 328 S., 2 Tafeln. [Projektbeschreibung].

Man könne die Geschichte der Völker und Kulturen nicht verstehen, wenn man deren Geld keine Beachtung schenke, hat Wilhelm Röpke einmal angemerkt. Dieser Einsicht folgend, werden in der vorliegenden Arbeit Geschichte und Bedeutung des Geldes in den deutschen Landen des Spätmittelalters untersucht – insbesondere unter verfassungsgeschichtlichen Aspekten. Diese verdeutlichen etwa die Anfänge des Hundertjährigen Krieges und die Königswahl Karls IV., denn in der zunehmend monetarisierten Politik waren Geldzahlungen nun ein bevorzugtes Machtmittel. Aufgrund ihrer enormen Höhe beeinflußten sie maßgeblich die Entwicklung der Geldtheorie und die Organisation der Münzprägung im europäischen Raum. Doch auch der alltägliche Umgang der Menschen mit geringeren Beträgen wird am Beispiel von Ablaßkollektoren, Kaufleuten, Stadträten und Studenten in den Blick genommen. Die Arbeit schließt damit den ersten Teil einer Forschungslücke, die die Geldgeschichtsschreibung für den deutschen Raum im späten Mittelalter aufweist.

Inhaltsverzeichnis

Werbeblatt

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Rezensionen
„Numismatik macht Spaß! Dies kann man nicht nur dem Vorwort des Autors dieser spannenden Zusammenfassung zum Reichsmünzwesen im späten Mittelalter entnehmen. Das kommt auch in Hendrik Mäkelers Buch vom ersten bis zum letzten Kapitel zum Tragen. […] Die Abhandlung von Hendrik Mäkeler ist der lebendige Beweis, daß echte Numismatik nicht langweilig sein muß. Im Gegenteil, wann immer der Mensch im Mittelpunkt steht, wird unsere geldgeschichtliche Vergangenheit unglaublich gegenwärtig. Dieses Buch muß man nicht nur kaufen, sondern auch lesen.“
Ursula Kampmann, in: MünzenRevue (2010) 7/8, S. 50f.

„Insgesamt erweist der Verfasser, wie die Politik während seiner Untersuchungszeit zunehmend monetarisiert wird und Geldzahlungen zu einem besonders wichtigen Machtmittel werden und ihrerseits Geldtheorie und Prägeorganisation beeinflussen. Dies führt von oben nach unten allmählich auch zu erkennbaren Auswirkungen der Geldeinstellung weiter Bereiche der gesamten Bevölkerung. Im Ergebnis kann der Bearbeiter am Ende seiner überzeugenden Untersuchung unter Verwendung des Münzwesens als Anzeigegerät vom Zerfall des Reiches im Laufe des 14. Jahrhunderts sprechen.“
Gerhard Köbler, in: Zeitschrift der Savigny-Stiftung für Rechtsgeschichte. Germanistische Abteilung 128 (2011).

„Il venir meno del tentativo di Carlo IV di introdurre un unico sistema monetario, spinse a cercare una soluzione realizzando unioni monetarie che costituirono poi un modello per l’impero utilizzato fino all’epoca moderna. Il volume dedica particolare attenzione all’analisi dei documenti di archivio e al ruolo svolto dai maestri di zecca (alcuni italiani). Vengono ricordati i contatti tra l’imperatore e Francesco Petrarca e l’interesse di Carlo IV per le monete antiche.“
Giuseppe Girola, in: Societa’ Numismatica Italiana. Communicazione 24 (2011) 62, S. 37.

„Mäkeler hat eine gut lesbare, breit recherchierte und sorgfältig analysierende Untersuchung über die Rolle des Reichs in der Münzgeschichte des 14. Jh.s, aber auch zur Rolle des Geldes in der Reichspolitik dieser Epoche vorgelegt, die man mit Gewinn liest. Gerade durch die breite Heranziehung der Quellen darf das Buch beanspruchen, ein Standardwerk zu diesem Thema zu sein, das es bisher nicht gab. Die spannende Lektüre ist gerade auch Historikern und Wirtschaftshistorikern zu wünschen.“
Hubert Emmerig, in: Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte 98 (2011) 3, S. 410f.

„Das Buch ist ohne Frage die wichtigste Neuerscheinung der letzten Jahre zum Geld- und Münzwesen des Deutschen Reichs im Spätmittelalter. Es berücksichtigt, was Historiker von Numismatik verstehen und hören wollen und steht selber in der Beherrschung des Handwerkszeugs der Historiker, insbesondere in der Kenntnis der Schriftquellen und Literatur, auf außerordentlich hohem Niveau. In diesem Sinne dürfte es in Historikerkreisen als Werbung für die Numismatik aufgenommen werden. Dem vor allem auf die Münzen fixierten Numismatiker wird viel Ergänzendes aus den Schriftquellen an die Hand gegeben, so dass schon aus diesem Grunde das Buch eine Pflichtlektüre darstellt.“
Bernd Kluge, in: Geldgeschichtliche Nachrichten 46 (2011) 255, S. 166f.

„Neue Erkenntnisse vermag Mäkeler vor allem zu der als gescheitert geltenden ,Reichsmünzpolitik’ Kaiser Karls IV. beizusteuern. Er weist nach, dass es vor der Goldenen Bulle von 1356, in der das kurfürstliche Recht der Goldmünzenprägung verankert wurde, für kurze Zeit sehr wohl eine Art Reichswährung gegeben hat. Auf der Grundlage eines Landfriedensbündnisses, das die Kurfürsten von Köln und Trier sowie der Markgraf von Jülich 1348 abgeschlossen hatten und das von Karl auch reichsrechtlich sanktioniert worden ist, haben in der Folge insgesamt 16, über das ganze Reich verteilte Münzherren durch den Reichsadler gekennzeichnete ,Reichsgoldgulden’ geprägt. Dass die Pläne Karls zum Reichsmünzwesen aber viel weiter gingen, kann Mäkeler anhand eines Musters für ein Privileg ,De moneta imperii’ belegen, das der Registrator der kaiserlichen Kanzlei Johann von Gelnhausen in sein Formularbuch aufnahm. Danach hatte Karl IV. eine reichseinheitliche Währung vorgeschwebt, die neben einer silbernen Groschen- und einer (leichteren) Goldmünze nach dem Florentiner Typ auch eine schwere Goldmünze nach französisch-niederländischem Vorbild, sogenannte Goldene Schilde, umfassen sollte.“
Wolfgang Dobras, in: Historische Zeitschrift 293 (2011), S. 486-488.

„Volymen […] behandlar myntningen i Tyskland från Ludwig der Bayer 1314-1347 till Wenceslas 1376-1400. Inledningen sammanfaller med införandet av guldmynt och en högre valör i silver (groat) i Tyskland. Karl IV lyckades sedan genomföra krav på att rätten att prägla guldmynt bara kunde förlänas av kejsaren. Han präglade också (i liten skala) guldmynt som skulle vara giltiga i hela det Tyska riket. Han tvingades emellertid att ge efter och under hans son Wenceslas krossades kejsarens planerade nationella myntpolitik när andra makthavare skapade regionala myntförbund som själva bestämde över myntningen. Kejsarens misslyckade försök att skapa en nationell myntpolitik banade sedan väg för det Tyska rikets fortsatta splittring.“
Kenneth Jonsson, in: myntstudier (2011) 1, S. 19.

„La storia della numismatica non ha solamente un interesse antiquario, ma viene utilizzata in questo studio innovativo come fonte, alla stregua degli altri documenti scritti, per capire i meccanismi di propaganda e strategia politica dell’istituzione (o meglio del sovrano) che conia la moneta.“
Marianna Cerno, in: Medioevo Latino 32 (2011), S. 1039f. Nr. 11800.

„The explicit aim of the project is to bring numismatic evidence into contact with the documentary record; to ‘rescue’, in a sense, numismatics from antiquarian status, and illuminate the history of the imperial coinage in so doing. The product is nothing if not thorough.“
Stephen Mossman, in: German History 30 (2012) 1, S. 127-129.

„Die von Mäkeler vorgelegte Untersuchung bietet insgesamt eine gut lesbare Darstellung der Reichsmünzpolitik im 14. Jahrhundert, die sowohl für Numismatiker, als auch Wirtschaftshistoriker und Historiker allgemein eine bereichernde Lektüre darstellt. Durch die Verknüpfung von Schrift- und Sachquellen in Verbindung mit einer umfassenden Kenntnis der Fachliteratur gelingt es dem Verfasser eindrucksvoll, neue Interpretationen anzubieten und neue Blickwinkel auf einen wesentlichen Aspekt königlich-kaiserlicher Herrschaft zu eröffnen. Die leicht nachvollziehbare Gliederung des umfangreichen Stoffes, die guten Zusammenfassungen am Ende der jeweiligen Kapitel, Diagramme und insgesamt 13 Karten erleichtern auch mit dieser Materie bislang wenig Vertrauten das Studium des Buches. Es ist zu wünschen, dass dieser Band zahlreiche Historiker für die Numismatik und die aus ihr gewonnen Erkenntnisse begeistern kann und dem Autor eine ebenso gelungene Fortsetzung für das 15. Jahrhundert gelingt.“
Thomas Czerner, in: H-Soz-u-Kult, 30.05.2012

„Mäkeler ist es gelungen, keine trockene Faktenzusammenstellung, sondern – bei aller wissenschaftlichen Exaktheit – einen leicht lesbaren geldgeschichtlichen Überblick über ein ganzes Jahrhundert zu schreiben. Und den Formulierungen im Vorwort kann man erfreulicherweise entnehmen, daß auch das Reichsmünzwesen des 15. Jahrhunderts in dieser Form vorgelegt werden wird.“
I. Scheerenschmidt, in: Münzen und Sammeln (2012) Mai, S. 49.

„Unter dem Strich bleibt eine anregende, materialreiche Darstellung, die Stoff für weitere Diskussionen bietet, ihren Titel aber noch durch die als Teil II zu erwartende Behandlung des 15. Jh. rechtfertigen muß.“
Bernd Kluge, in: Deutsches Archiv für Erforschung des Mittelalters 67 (2011) 2, S. 755f.

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Carl von Linné, pengarna och Uppsala universitets myntkabinett [Carolus Linnæus, money, and the Uppsala University Coin Cabinet]

Carl von Linné, pengarna och Uppsala universitets myntkabinett [Carolus Linnæus, money, and the Uppsala University Coin Cabinet], in: Curt Ekström, Kjell Holmberg und Magnus Wijk (Red.): Samlad glädje 2009, Uppsala 2009, S. 155-165.

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Studienbesuch im Münzkabinett der Universität Uppsala

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