Schlagwort: Inkunabeln

Buchumschlag
Buchumschlag

Das Rechnungsbuch des Speyerer Druckherrn Peter Drach d.M. ist eine einzigartige Quelle für die Untersuchung des inkunabelzeitlichen Buchhandels. Die Auswertung des Rechnungsbuches zeigt, dass Drachs Ökonomie wesentlich auf der Arbeitsbeteiligung seiner Familie beruhte, deren Mitglieder in dieser Arbeit ausführlich vorgestellt werden. Das Kapital, das für die Drucke gebraucht wurde, konnte Drach auf den Grundbesitz aufnehmen, den die Familie seit Generationen akkumuliert hatte. Obwohl Drachs Geschäft florierte, verkraftete es den Verlust der Unterstützung durch den Rat der Stadt Speyer nicht und brach im überregionalen Großhandel in der zweiten Hälfte der 1490er Jahre fast vollständig zusammen. Den finanziellen Niedergang, der dadurch ausgelöst wurde, konnten auch die Bücherverkäufe an Kleinkunden nicht auffangen. Drachs Tod und der Verkauf von Druckerei und Büchern durch dessen Ehefrau markierten im Jahr 1504 schließlich das Ende des Geschäfts in seiner alten Größe.

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Forschungsprojekte

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Historisches Seminar
Übung, 2 SWS
Zeit und Ort: Fr 8:30 – 10:00, Leibniszstraße 8 – R.101/102

Kaufleute im Mittelalter – das waren sehr unterschiedliche Menschen, deren Denken doch bestimmte Gemeinsamkeiten kennzeichneten. Zu nennen sind in erster Linie Gewinnstreben und Rechenhaftigkeit bzw. Rationalität, aber auch eine berufsspezifische Frömmigkeit. Diesen kaufmännischen Lebensformen wollen Gabriel Zeilinger und ich anhand von Rechnungsbüchern, Briefwechseln und anderen Quellen nachgehen.

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2006 Sommersemester