Hendrik Mäkeler >

'Münzfund'

Wirtschaftsgeschichte und Kliometrie

Zu Rainer Hank: Clio rettet uns

Prima, daß hier auf die Bedeutung von Wirtschaftsgeschichte (wozu auch Finanz- und Geldgeschichte zu zählen sind) aufmerksam gemacht wird! In der Tat profitiert dieser Wissenschaftsbereich von der derzeitigen Abfolge von Krisen, indem ihm vermehrte Aufmerksamkeit zuteil wird. Freilich bedeutet das nicht notwendigerweise, daß man aus der Geschichte etwas lernen wollen würde. Der konsequente nächste Schritt, nämlich das Gelernte in Politik umzusetzen, ist leider noch seltener zu beobachten. Andreas Wirsching, der Direktor des Münchner Instituts für Zeitgeschichte, hat dieses Dilemma elegant dergestalt in Worte gefaßt, daß „das, was wir mittlerweile historisches Erfahrungswissen nennen können, […] relativ wenig abgerufen“ wird.

Was den Inhalt des Beitrags anbetrifft: Der Einwand von Herrn Braunberger gegen die Relevanz ausgerechnet der Habsburger für die Umschuldungsfrage scheint aus den von ihm genannten Gründen sehr berechtigt. Ein unlängst erfolgreich beendetes Projekt der Göttinger Akademie der Wissenschaften hat ein auch in dieser Hinsicht außerordentlich lehrreiches mehrbändiges Handbuch der zahllosen Dynastien, Residenzen, Höfe, Grafen und Herren des deutschen Raumes erstellt. Darin finden sich diverse Belege dafür, daß Überschuldung und Bankrott immer wieder zum Verschwinden der davon betroffenen Gebiete von der Landkarte führten. Das war eher die Regel als die Ausnahme, wie die frei herausgegriffenen Beispiele der Grafen von Helfenstein und der Pfalzgrafen von Tübingen deutlich machen.

Die Kliometrie scheint in Deutschland nach einem (nicht zuletzt durch den erstmaligen Einsatz von Computern hervorgerufenen) Boom in den 1980er und 1990er Jahren inzwischen stark an Bedeutung verloren zu haben, während sie im angelsächsischen Raum weiterhin teilweise seltsame Blüten treibt. Natürlich gilt es, in der Geschichtswissenschaft nicht nur zu qualifizieren sondern auch zu quantifizieren. Doch lediglich in sehr seltenen Fällen steht eine hinreichend umfangreiche und homogene Datenmenge aus historischer Zeit zur Verfügung, um daraus ein statistisch belastbares Ergebnis gewinnen zu können. Münzfunde sind da eine der wenigen Ausnahmen. Darüber ließe sich allerdings in der Tat ein eigener Beitrag schreiben…

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Die Münzen des Schatzes im Hellweg-Museum

Die Münzen des Schatzes im Hellweg-Museum, in: Beate Olmer und Reinhild Stephan-Maaser (Hrsg.): Der Goldschatz von Unna. Zusammensetzung und Bedeutung des größten mittelalterlichen Münzfundes Westfalens. Begleitbuch zur Präsentation im Hellweg-Museum Unna, Essen 2010, S. 163-185. Continue reading “Die Münzen des Schatzes im Hellweg-Museum” »

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Der Goldschatz von Unna im geldgeschichtlichen Kontext

Der Goldschatz von Unna im geldgeschichtlichen Kontext, in: Beate Olmer und Reinhild Stephan-Maaser (Hrsg.): Der Goldschatz von Unna. Zusammensetzung und Bedeutung des größten mittelalterlichen Münzfundes Westfalens. Begleitbuch zur Präsentation im Hellweg-Museum Unna, Essen 2010, S. 114-129. Continue reading “Der Goldschatz von Unna im geldgeschichtlichen Kontext” »

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Carl Säve, der Fund von Kättilstorp und die karolingischen Münzen im Münzkabinett der Universität Uppsala

Hendrik Mäkeler und Peter Berghaus: Carl Säve, der Fund von Kättilstorp und die karolingischen Münzen im Münzkabinett der Universität Uppsala, in: Harald Nilsson (Hrsg.): Opus mixtum. Uppsatser kring Uppsala universitets myntkabinett (Studia Numismatica Upsaliensia, 4), Uppsala 2009, S. 157-200. Continue reading “Carl Säve, der Fund von Kättilstorp und die karolingischen Münzen im Münzkabinett der Universität Uppsala” »

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Hubert Emmerig: Der Freisinger Münzschatzfund und das Geldwesen in Bayern zur Karolingerzeit. Mit einer Auswertung des Freisinger Traditionsbuches als geldgeschichtlicher Quelle

Hubert Emmerig: Der Freisinger Münzschatzfund und das Geldwesen in Bayern zur Karolingerzeit. Mit einer Auswertung des Freisinger Traditionsbuches als geldgeschichtlicher Quelle, in: Ulrike Götz (Hrsg.): 38. Sammelblatt des Historischen Vereins Freising (2004) […], in: Geldgeschichtliche Nachrichten 40 (2005) 223, S. 156.

Rezension

Bei dem Münzschatzfund von Freising handelt es sich um den einzigen karolingerzeitlichen Depotfund aus dem bayerischen Raum. Nachdem der Fund 1938 bei Ausschachtungsarbeiten gemacht worden war, galt er der numismatischen Forschung bald als verloren und wurde erst 1998 zu großen Teilen im Stadtarchiv Freising wiederentdeckt. Hubert Emmerig hat im ersten Teil dieses umfänglichen Aufsatzes eine akribische Rekonstruktion der Fundgeschichte und der beteiligten Personen vorgelegt Continue reading “Hubert Emmerig: Der Freisinger Münzschatzfund und das Geldwesen in Bayern zur Karolingerzeit. Mit einer Auswertung des Freisinger Traditionsbuches als geldgeschichtlicher Quelle” »

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Gert Hatz: Der Münzfund vom Goting-Kliff/Föhr

Gert Hatz: Der Münzfund vom Goting-Kliff/Föhr. Mit einem Beitrag von Ernst Pernicka. Numismatische Studien 14 […], in: Offa. Berichte und Mitteilungen zur Urgeschichte, Frühgeschichte und Mittelalterarchäologie 57 (2000) [2002], S. 373f.

Rezension

Der Münzfund vom Goting-Kliff auf Föhr besteht aus 87 Münzen der ersten Hälfte des 8. Jahrhunderts, die zwischen 1976 und 1986 gefunden wurden. Darunter befinden sich neun merowingische Denare, die allgemein kaum jenseits der Grenzen des Merowingerreiches auftreten. Föhr ist eine der seltenen Ausnahmen und zugleich nördlichster Fundbeleg. Continue reading “Gert Hatz: Der Münzfund vom Goting-Kliff/Föhr” »

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Numismatik und Archäologie – Themenvorschläge für Referate

Im folgenden sind verschiedene Themen aufgelistet, die sich für Referate eignen. Insgesamt ergibt sich aus diesen stichprobenartigen Einblicken ein guter Überblick über die Zusammenhänge zwischen Numismatik und Archäologie. Continue reading “Numismatik und Archäologie – Themenvorschläge für Referate” »

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Numismatik und Archäologie

Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Institut für Ur- und Frühgeschichte
Übung, Blockveranstaltung
Ort: Johanna-Mestorf-Straße 2 – R.14[Seminarraum UFG]; Bemerkung zu Zeit und Ort: 20.1.: 15:00-18.00; 21.1.: 9:00-16:00; 27.1.: Tagesexkursion n. Hamburg (Museum für Hamburgische Geschichte, Münzkabinett); 28.1.: 9:00-16:00
Vorbesprechung: 2.11.2005, 15:00 – 16:00 Uhr, Raum Johanna-Mestorf-Straße 4 – R.28

Im Verlauf dieser Blockveranstaltung soll eine Einführung in die Numismatik gegeben werden, wobei sich die Themen an Fragen orientieren, die für Archäologen von besonderem Interesse sind. Ziel der Veranstaltung ist es, Kenntnisse derjenigen numismatischen Methoden zu vermitteln, die für eine tragfähige Interpretation von Münzfunden im Rahmen archäologischer Befunde notwendig sind. Continue reading “Numismatik und Archäologie” »

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Der Münzfund „Hünenburg“ bei Todenmann und der Sachsenaufstand unter Heinrich IV.

Der Münzfund „Hünenburg“ bei Todenmann und der Sachsenaufstand unter Heinrich IV., in: Peter Berghaus und Christian-Ewald von Kleist unter Mitwirkung von Hendrik Mäkeler (Red.): Westfalia Numismatica 2001 (Schriftenreihe der Münzfreunde Minden, 17), Münster 2001, S. 25-45.

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